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The Rolling Stones – Foreign Tongues
Eigentlich stellt man nur tote Dinge ins Museum. „So war es mal, liebe Kinder.“ Ein Satz wie dieser ist emblematisch für den Grundethos von Legacy Acts, die ihre eigene Vergangenheit verklären und als eine Art Wachsfigurenkabinett durch die Welt tingeln. Doch was passiert, wenn man bemerkt, dass die mumienartige Figur Keith Richards hinter der Scheibe plötzlich zum Leben erwacht? Nun, man sollte ihm eine Telecaster und eine Pulle Jack Daniel’s reichen.
Denn dieser Rockdino weigert sich erneut gegen den Zahn der Zeit. Spätestens wenn Busenfreund Mick Jagger dazukommt, wird aus der trockenen Ausstellung auch eine ausgelassene Party. Man glaubt es kaum: Foreign Tongues ist ein Werk, das tatsächlich Lebendigkeit und Gefahr ausstrahlt.
Das bemerkenswerte Rough and Twisted ist die Kulmination von über 60 Jahren Karriere und brilliert durch einen herrlichen Mundharmonika-Part, der so nur auf dem Mist Jaggers gewachsen sein konnte. Produzent Andrew Watt schafft es tatsächlich, das zu vollbringen, was zuvor nur John Hammond aus Jurassic Park gelungen ist: nämlich aus etwas Fossilem etwas Hungriges mit Zähnen zu machen.
Wer die Stones verächtlich als „Dinos“ bezeichnet, tut ihnen von daher auch nicht ganz unrecht. Denn Dinosaurier sind von Natur aus größer und spektakulärer als das Leben selbst. Mit dem Amy-Winehouse-Cover You Know I'm No Good schaffen es die Stones zudem, wirklich alle zu überraschen. Nicht schlecht für eine Band, die schon seit 60 Jahren unterwegs ist. Neben den typischen Jagger-Richards-Kompositionen setzt die großartige Chuck-Berry-Interpretation Beautiful Delilahdas finale Ausrufezeichen. Die Stones kehren zu ihren absoluten Wurzeln zurück – und der Kreis schließt sich. © Philipp Methling/Qobuz
Eigentlich stellt man nur tote Dinge ins Museum. „So war es mal, liebe Kinder.“ Ein Satz wie dieser ist emblematisch für den Grundethos von Legacy Acts, die ihre eigene Vergangenheit verklären und als eine Art Wachsfigurenkabinett durch die Welt tingeln. Doch was passiert, wenn man bemerkt, dass die mumienartige Figur Keith Richards hinter der Scheibe plötzlich zum Leben erwacht? Nun, man sollte ihm eine Telecaster und eine Pulle Jack Daniel’s reichen.
Denn dieser Rockdino weigert sich erneut gegen den Zahn der Zeit. Spätestens wenn Busenfreund Mick Jagger dazukommt, wird aus der trockenen Ausstellung auch eine ausgelassene Party. Man glaubt es kaum: Foreign Tongues ist ein Werk, das tatsächlich Lebendigkeit und Gefahr ausstrahlt.
Das bemerkenswerte Rough and Twisted ist die Kulmination von über 60 Jahren Karriere und brilliert durch einen herrlichen Mundharmonika-Part, der so nur auf dem Mist Jaggers gewachsen sein konnte. Produzent Andrew Watt schafft es tatsächlich, das zu vollbringen, was zuvor nur John Hammond aus Jurassic Park gelungen ist: nämlich aus etwas Fossilem etwas Hungriges mit Zähnen zu machen.
Wer die Stones verächtlich als „Dinos“ bezeichnet, tut ihnen von daher auch nicht ganz unrecht. Denn Dinosaurier sind von Natur aus größer und spektakulärer als das Leben selbst. Mit dem Amy-Winehouse-Cover You Know I'm No Good schaffen es die Stones zudem, wirklich alle zu überraschen. Nicht schlecht für eine Band, die schon seit 60 Jahren unterwegs ist. Neben den typischen Jagger-Richards-Kompositionen setzt die großartige Chuck-Berry-Interpretation Beautiful Delilahdas finale Ausrufezeichen. Die Stones kehren zu ihren absoluten Wurzeln zurück – und der Kreis schließt sich. © Philipp Methling/Qobuz