Ezra Collective – Here Because of Hope (2LP Translucent Blue Vinyl)

CHF 44.80

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Als Nachfolger von Dance, No One's Watching – einem Album, das sich auf den Groove und den subversiven Rausch des Tanzes (rück)besann und auf dem Ezra Collective nach dem Erfolg des Vorgängeralbums Where I’m Meant to Be sowie der Auszeichnung mit einem Mercury Prize ihre Fundamente bekräftigten – präsentiert sich Here Because of Hope als das bislang konzeptionellste, ambitionierteste und ausgereifteste Werk der Londoner Band. Die Gruppe, die noch immer im Kern aus den Koleoso-Brüdern (Femi am Schlagzeug und TJ am Bass), dem Keyboarder Joe Armon-Jones, dem Trompeter Ife Ogunjobi und dem Saxophonisten James Mollison besteht, wird auf den meisten Stücken um eine große Bläsersektion, eine Gitarre und ein Percussion-Ensemble erweitert, was das Ganze auf die Dimensionen einer Big Band anwachsen lässt.

Ezra Collective synthetisieren die Essenz ihrer Einflüsse und ordnen sie in die große Geschichte der afro-diasporischen Musik ein. Komponiert im Stil einer dreiteiligen Suite, die den Weg der Schwarzen Musik von Afrika und der Karibik bis auf den europäischen Kontinent nachzeichnet, entfaltet das Album in 17 Etappen ein riesiges stilistisches Fresko: Es reicht von den vielfältigen karibischen Traditionen (Calypso, Reggae, Dub) über Afrobeat (Sweet Echo), die von Steel Drums gefärbte Nu-Soul-Ballade (Well Organized mit den Sängerinnen Lila Iké und Nia Smith), neu interpretierte Latin-Musik (El Corazon) oder auch den Urban Rap des glühenden Only Love, getragen vom nervösen Flow des Gambiers Pa Salieu – um schließlich in unserer heutigen Zeit mit der Heraufbeschwörung der Sound-Systems und einer experimentelleren Electro-Szene (Black Flag) zu gipfeln. Indem Ezra Collective die gesamte Kraft seiner orchestralen Masse in den Dienst kleiner, ebenso einfacher wie unwiderstehlicher Melodien stellt, die von einer großen Vielfalt an Grooves angetrieben und von Soloeinlagen durchzogen werden (hauptsächlich übernommen von Ife Ogunjobi an der Trompete, Joe Armon-Jones an den Keyboards oder auch James Mollison am Saxophon), rückt die Band das mütterliche Afrika wieder ins Zentrum ihres Anliegens. So liefern sie ein Manifest-Album ab, das durch den Reichtum und die Vielfalt seiner musikalischen Ansätze überaus zeitgemäß ist. © Stéphane Ollivier/Qobuz

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Als Nachfolger von Dance, No One's Watching – einem Album, das sich auf den Groove und den subversiven Rausch des Tanzes (rück)besann und auf dem Ezra Collective nach dem Erfolg des Vorgängeralbums Where I’m Meant to Be sowie der Auszeichnung mit einem Mercury Prize ihre Fundamente bekräftigten – präsentiert sich Here Because of Hope als das bislang konzeptionellste, ambitionierteste und ausgereifteste Werk der Londoner Band. Die Gruppe, die noch immer im Kern aus den Koleoso-Brüdern (Femi am Schlagzeug und TJ am Bass), dem Keyboarder Joe Armon-Jones, dem Trompeter Ife Ogunjobi und dem Saxophonisten James Mollison besteht, wird auf den meisten Stücken um eine große Bläsersektion, eine Gitarre und ein Percussion-Ensemble erweitert, was das Ganze auf die Dimensionen einer Big Band anwachsen lässt.

Ezra Collective synthetisieren die Essenz ihrer Einflüsse und ordnen sie in die große Geschichte der afro-diasporischen Musik ein. Komponiert im Stil einer dreiteiligen Suite, die den Weg der Schwarzen Musik von Afrika und der Karibik bis auf den europäischen Kontinent nachzeichnet, entfaltet das Album in 17 Etappen ein riesiges stilistisches Fresko: Es reicht von den vielfältigen karibischen Traditionen (Calypso, Reggae, Dub) über Afrobeat (Sweet Echo), die von Steel Drums gefärbte Nu-Soul-Ballade (Well Organized mit den Sängerinnen Lila Iké und Nia Smith), neu interpretierte Latin-Musik (El Corazon) oder auch den Urban Rap des glühenden Only Love, getragen vom nervösen Flow des Gambiers Pa Salieu – um schließlich in unserer heutigen Zeit mit der Heraufbeschwörung der Sound-Systems und einer experimentelleren Electro-Szene (Black Flag) zu gipfeln. Indem Ezra Collective die gesamte Kraft seiner orchestralen Masse in den Dienst kleiner, ebenso einfacher wie unwiderstehlicher Melodien stellt, die von einer großen Vielfalt an Grooves angetrieben und von Soloeinlagen durchzogen werden (hauptsächlich übernommen von Ife Ogunjobi an der Trompete, Joe Armon-Jones an den Keyboards oder auch James Mollison am Saxophon), rückt die Band das mütterliche Afrika wieder ins Zentrum ihres Anliegens. So liefern sie ein Manifest-Album ab, das durch den Reichtum und die Vielfalt seiner musikalischen Ansätze überaus zeitgemäß ist. © Stéphane Ollivier/Qobuz